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Ihr Unternehmen expandiert. Es gelingt Ihnen immer wieder, neue Kunden zu akquirieren. Inhaltlich stehen Sie auch öfter vor neuen Herausforderungen. Das ist ja genau die Arbeit, die Sie sich wünschen. “Mein Unternehmen”, so sagen Sie sich vielleicht, ” hat nun die richtige Größe. Ich habe genügend Mitarbeiter, so dass ich mich nun voll auf das Fachliche konzentrieren kann.”

Sie verlassen sich also auf das eigenverantwortliche Arbeiten Ihrer Mitarbeiter. Ein paar rasche Anweisungen, ab und zu eine kurze Nachfrage zwischen Tür und Angel, wie es im Projekt läuft und ein “Sie machen das schon!”.

Einige Ihrer Mitarbeiter werden wahrscheinlich die Initiative ergreifen und manche Dinge erledigen, wie sie es für richtig halten. Andere sind nicht ganz so mutig und werden immer wieder nachfragen oder an Sie zurück delegieren.

Fehler und Missverständnisse schleichen sich ein. Frust und Unlust kommen auf.

Und ob Sie wollen oder nicht, werden Sie ganz schnell ins operative Geschäft zurückgeschleudert: verbessern, besänftigen, korrigieren, moderieren. Sie sind in Ihrer eigentlichen Tätigkeit gestört, fühlen sich überfordert. “Eigentlich weiß doch jeder hier Bescheid, wie die Abläufe hier sind”, wundern Sie sich.

Oder vielleicht doch nicht?

Mitarbeiterführung ist einer der wichtigsten Führungskompetenzen. Dazu zählt unter anderem die Fähigkeit, klare und sinnvolle Anweisungen zu geben. Dazu möchte ich Ihnen drei wertvolle Tipps geben, wie Sie die Situation verbessern können.

1. Machen Sie zunächst die Aufgabe für sich selbst verständlich. Welche Ziele verfolgen Sie? Wie soll das Ergebnis aussehen? Warum ist der Auftrag für das Unternehmen wichtig? Zu welchem Zeitpunkt soll die Aufgabe erledigt sein?  Wer ist dafür geeignet? Sie stellen sich diese Fragen und beantworten Sie – entweder kurz schriftlich oder durchaus auch mal laut, zum Beispiel unterwegs im Auto. Sie werden merken, wie viel deutlicher Ihnen selbst der Auftrag wird. Später wird es Ihnen leichter fallen, den betreffenden Mitarbeitern Sinn und Nutzen klar darzustellen. Dadurch fühlen sich Ihre Mitarbeiter in ihrer Verantwortung geschätzt und gehen motivierter an die Arbeit.

2. Schaffen Sie für Ihre Anweisung den passenden räumlichen Rahmen. Geeignet ist der Arbeitsplatz oder vielleicht auch die Kaffeeküche. Wichtig ist nun  die persönliche Zuwendung. Mit der Aufforderung: „Lassen Sie uns kurz folgende Aufgabe gemeinsam ansehen.“  Stellen Sie sich am besten im Schulterschluss – nicht frontal- und betrachten gemeinsam Ihre Aufzeichnungen. Das funktioniert auch ohne Aufzeichnungen.

3. Holen Sie sich während des Gesprächs immer wieder ein Feedback ein. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter auf, nachzufragen, wo Unklarheit herrscht oder auch gerne mit eigenen Worten zu wiederholen, was wichtig ist. Das hilft Ihnen auch noch Details zu klären.

So können Sie gut vorbereitet in echten Kontakt mit den betreffenden Mitarbeitern gehen. Sind Ihre Anweisungen klar und wertschätzend formuliert, fühlen sich Ihre Mitarbeiter in ihrer Verantwortung geschätzt und gehen motiviert an die Durchführung. Damit bedarf es keiner langen Meetings. Damit haben Sie vor allem in arbeitsintensiven Phasen Zeit gewonnen und können sich Ihrer inhaltlichen Arbeit widmen.